





Tablets starten im Fokusmodus, Benachrichtigungen bleiben grundsätzlich stumm. Ein Timer kündigt Arbeitsblöcke und Bildschirmpausen an. Frau Dimitrova bemerkte, dass Wortschatzarbeit konzentrierter gelang, sobald blinkende Symbole verschwanden. Dokumentieren Sie gemeinsam Störungen und entwickeln Sie Regeln, die Ursachen statt Symptome adressieren. Technik dient der Aufgabe, nicht umgekehrt. Indem Signale schweigen, wird innere Stimme hörbarer und Lerntempo ruhiger, ohne Produktivität zu verlieren.
Augen brauchen Abstände, wechselnde Fokuspunkte, Tageslicht. Die Zwanzig-Regel wird konkret: regelmäßig in die Ferne schauen, blinzeln, Schultern lösen. Platzieren Sie Geräte so, dass Haltungen natürlich bleiben und Kabel nicht zerren. Ergänzen Sie analog: Karteikarten, Hefte, Tafel. Entlastete Augen schenken Geduld, freundlichere Stimmung, weniger Kopfschmerzen. Halten Sie Checklisten bereit, die Kinder selbstständig durchgehen, bevor sie mit Displays arbeiten, und reflektieren Sie Wirkung.
Wählen Sie Tonhöhen, die nicht erschrecken, und Timer, die ausblenden statt aufschrecken. Eine weiche Klangschale, ein leises Rauschen, ein hölzerner Klick können Struktur geben, ohne Aufmerksamkeit zu zerreißen. Testen Sie gemeinsam, welche Signale die Klasse als freundlich empfindet. Vermeiden Sie Gamification-Überreize. Werkzeuge sind dann gelungen, wenn sie in den Hintergrund treten und der Raum selbst ruhig Orientierung übernimmt.
Ein klarer Tagesplan, Piktogramme an Zonen, Farbcodes an Materialien: Sichtbare Struktur entspannt. Nach einem Monat mit Bildkarten berichtete eine Schülerin, sie traue sich eher zu fragen, weil sie wisse, was als Nächstes passiere. Übergangssätze hängen an der Tür, Verantwortlichkeiten an der Wand. Wenn Außenordnung stabil ist, findet Innenleben leichter Halt und Mut, sich in die Lernaufgaben wirklich zu vertiefen.
Eine kleine Nische mit gedimmtem Licht, Kopfhörern, weicher Decke und klaren Regeln ist kein Ausstieg, sondern ein Wiedereinstieg in Präsenz. Kinder lernen, früh Signale zu erkennen, kurze Pausen zu nehmen, Verantwortung zu zeigen. Dokumentieren Sie Nutzungszeiten wertschätzend, nicht strafend. Frau Petrovic sah, wie Streit seltener eskalierte, weil erschöpfte Kinder zuerst atmeten, dann sprachen, und Lösungen ruhiger entstanden.
Wörter formen Klima. Wir üben, Bedürfnisse zu benennen, ohne zu etikettieren. Peer-Komplimente, respektvolle Sprachbilder und gemeinsame Reparaturgespräche nach Konflikten halten das Miteinander elastisch. Ein monatlicher Kreis fragt: Was tut uns gut, was nehmen wir mit? Laden Sie Leserinnen ein, Erfahrungen, Fragen oder Fotos geteilten Raums zu senden. So wächst Lernen über Klassenwände hinaus und inspiriert neue, achtsame Experimente.